Lieber Tierfreund,
am 16. November 2007 war es nun so weit - die Baugenehmigung für das bereits längst überfällige Tierheim in unserem Landkreis Pfaffenhofen wurde erteilt und konnte von unserer 1.Vorsitzenden Frau Andrea Holmhey in Empfang genommen werden.
Die Freude der Vorstandschaft über das vorgezogene Weihnachtsgeschenk ist natürlich sehr groß, doch ist es uns durchaus bewusst, dass nun ein hartes Stück Arbeit auf uns zukommen wird.
Trotz der Rücklagen, die der Verein bereits angespart hat, müssen noch viele Hürden und Gespräche unternommen werden, damit nun die lang ersehnte Tierherberge zu realisieren ist.
Aber wir wollen und werden es schaffen!
Auch aus finanzieller Sicht ist es uns immer wieder eine Freude, Sie als neues Mitglied bei uns im Verein begrüßen zu dürfen. Der jährliche Mindestmitgliedsbetrag beträgt lediglich 25 €uro.
Jede noch so kleine Spende erfreut uns bzw. unsere Schützlinge, da wir ehrenamtlich arbeiten! Als gemeinnütziger Verein können wir Ihnen eine Spendenquittung für Ihre Steuererklärung ausstellen.
Ebenso Handwerksbetriebe, Firmen sowie Geschäftsleute können uns tatkräftig bei unserem wichtigen Vorhaben unterstützen. Ihre Leistung wird Jahre für jederman sichtbar und somit Werbung für Ihr Unternehmen sein. Vielleicht kann man gute Ideen mit Ihren Fähigkeiten verbinden!
Auf Ihre Mithilfe bei diesen Projekt sind unsere Schützlinge angewiesen!
Im Sinne der Tiere schon jetzt ein herzliches Vergelt´s Gott!
Ihr Tierschutzverein Pfaffenhofen u. Umgebung e.V.
Spendenkonto Tierherberge
Kto.Nr 9092 bei der Sparkasse Pfaffenhofen BLZ 72151650

Artikel im Pfaffenhofener Kurier, 20.11.2007:
Pfaffenhofen (iso) Der Tierschutzverein Pfaffenhofen freut sich, dass nach jahrelangem Ringen nun die Baugenehmigung für das Tierheim auf der Hirschbergerwiese an der Weiberrast vorliegt. Aber viele Anlieger sind empört: Sie fürchten nun vor allem die Lärmbelästigung durch das Hundegebell.
Auf dem 3000 Quadratmeter großen Gelände, dass dem Tierschutzverein vom Eigentümer per Erbpacht zur Verfügung gestellt wird, soll ein eingeschossiger Bau mit 600 Quadratmetern Fläche entstehen, einschließlich des Außenkäfigbereichs für Katzen und Hunde. Etwa ein Dutzend Zwinger sollen Platz für maximal 20 Hunde bieten.
Die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Andrea Holmhey, versichert, dass die Nachtruhe der Anwohner gesichert sei: Die Hunde dürften nur vormittags zwischen 9 und 12 Uhr und nachmittags von 14 bis 17 Uhr in den Außenbereich. Ab 17 Uhr würden die Hunde nicht mehr in die Freiläufe gelassen. Wie bei Gewerbeeinheiten auch dürfe darüber hinaus kein Tierheimbetrieb zwischen 22 und 6 Uhr stattfinden. Außerdem liege kein Hundezwinger Richtung Wohnbebauung. Der Tierschutzverein habe außerdem nach einem Standort gesucht, der für Kinder und Jugendliche erreichbar ist, die zum Streicheln und Helfen kommen, so Holmhey.
Das Landratsamt hat in seinen Auflagen festgelegt, dass der Aufenthalt der Tiere im Freigelände oder in den Außenboxen auf maximal sechs Stunden pro Tag beschränkt ist. Im gesamten Bereich der Hunde müssen außerdem Schallschutztüren und -fenster eingebaut werden. Die Fenster müssen geschlossen bleiben, die Lüftung des Hundetraktes darf nur über ebenfalls schallgedämmte Lüftungsöffnungen erfolgen. Die maximale Unterbringungszahl von 40 Katzen und 20 Hunden ist im Baugenehmigungsbescheid festgeschrieben und darf ebenfalls nicht überschritten werden. Außerdem hatte der Tierschutzverein zusammen mit dem Bauantrag ein Lärmschutzgutachten eingereicht, das vom Landratsamt gefordert war. Der vom Verein beauftragte Gutachter, Ingenieur Andreas Kottermair aus Altomünster, ging sicherheitshalber von niedrigeren Grenzen für die Lärmwerte aus als eigentlich für das umliegende Mischgebiet festgelegt. Laut Gutachten werden tagsüber keine "unzulässigen Geräuschimmissionen" eintreten.
Die Anlieger sind durch solche Aussagen jedoch nicht beruhigt. "Wir haben hauptsächlich Westwind, der trägt uns den Schall herüber, genauso wie von der Rennbahn", so ein Anwohner der Ziegelstraße. Der Mann hat selber eine Hündin. Er befürchtet, wenn er mit dem läufigen Tier dort spazieren geht, einen "Aufstand" der Tierheimhunde. Es sei außerdem nicht verständlich, warum einer der schönsten Aussichten und ein beliebtes Gebiet für Jogger und Spaziergänger durch so einen Bau zerstört werde: "Schuld ist die Stadt, die es so weit hat kommen lassen!" Ein anderer Anwohner meint ebenfalls: "Es ist eigentlich eine Unverschämtheit, in der Nähe eines Wohngebietes so etwas zu bauen". Auch in Pfaffenhofen hätten sich bei etwas guten Willen geeignetere Standorte finden lassen wie im Industriegebiet oder bei der Kläranlage.
"Das Gebelle hört man sehr, sehr weit". Auch er befürchtet, dass der Wind den Schall zu seinem Haus tragen werde. Außerdem werde sich der Verkehr in der Ziegelstraße noch mehr erhöhen.
Die Anlieger machen sich nicht mehr viel Hoffnung, dass das Projekt noch zu stoppen ist. Die Unterschriftensammlungen hätten offenbar nichts bewirkt und für eine gemeinsame Klage müssten sich erst mal Verantwortliche finden. Der Rechtsweg ist für die Anlieger jetzt noch die einzige Möglichkeit, wirkungsvoll gegen das geplante Tierheim vorzugehen – mit einer Anfechtungsklage gegen die Baugenehmigung beim Verwaltungsgericht. Einige wollen prüfen, ob es hier Chancen bestehen. Ein anderer will sein Haus verkaufen und umziehen: "Das bringt alles nichts mehr!"
Spendenkonto Tierherberge
Kto.Nr 9092 bei der Sparkasse Pfaffenhofen BLZ 721 516 50
Vielen Dank im Namen der Tiere!
Artikel im Pfaffenhofener Kurier, 23.02.2008

Werden Sie Teil eines Ganzen